Spenden- und Scouttour nach Rumänien im April und Oktober 2026

Am 19.04.2026 startete unser Verein eine Spenden- und Scouttour in Richtung Rumänien. Über sechs Tage hinweg engagierten wir uns in der Region, insbesondere in Rupea, einem Ort der Sieben Burgen, und brachten dort vielfältige Sachspenden, darunter Kleidung, Kinderspielzeug, Lebensmittel sowie einen Rollstuhl für einen ehemaligen Chirurgen, der auf Unterstützung angewiesen ist. Der Großteil der gespendeten Güter wurde in der Lagerhalle eines ortsansässigen Vereins in Rupea deponiert.


Die ersten zwei Tage unserer Tour verbrachten wir u.a. in der Ortschaft Deutsch-Weißkirch, wo wir Spenden an Menschen mit Behinderung verteilten. Besonders berührend war die Unterstützung eines blinden Mädchens, das unter äußerst ärmlichen Bedingungen lebt. Wir wurden herzlich empfangen und konnten den Menschen Freude und Hoffnung schenken – eine Erfahrung, die uns emotional sehr bewegt hat.


Der Verein vor Ort baut derzeit an einer kleinen Stellfläche für Camper mit barrierefreien Sanitäranlagen, um Reisenden künftig bessere Übernachtungsmöglichkeiten zu bieten. Zudem testeten wir verschiedene Ausflugsziele auf ihre Barrierefreiheit, um zukünftige Reisen noch inklusiver zu gestalten. Ein Highlight war die Transfăgărășan-Passstraße, die nur von Juni bis Oktober geöffnet ist. Aufgrund von Schneemassen auf dem Gipfel nutzten wir eine rollstuhlfreundliche Seilbahn, um den Gipfel zu erreichen, wo wir einen gebirgseigenen See erkundeten. Die winterliche Schneedecke machte den Zugang nur mit Unterstützung unserer Vereinsmitglieder Zicke und Kochi möglich.


Ein weiteres beeindruckendes Erlebnis war der Besuch in der Salina Turda, einem ehemaligen Salzbergwerk, das heute als futuristischer Freizeitpark und Kurort dient. In bis zu 90 Metern Tiefe erwarteten uns Attraktionen wie ein Riesenrad, ein unterirdischer See mit Ruderbooten, Minigolf und ein Amphitheater. Um dorthin zu gelangen, meisterten wir gemeinsam 150 Treppenstufen, um den Aufzug zu erreichen, der uns in die rollstuhlfreundlichen Ausstellungskammern brachte. Für zukünftige Vereinsreisen prüfen wir den Einsatz eines Treppensteigers, um die Zugänglichkeit zu verbessern.
Im Oktober 2026 wird eine weitere Reisegruppe mit Spenden in die Region der Siebenbürgen aufbrechen, um unter anderem eine Gletscherhöhle, das Schloss Bran (bekannt als die Burg von Graf Dracula) sowie Schlammvulkane zu besuchen. Ziel ist es, die Barrierefreiheit dieser Attraktionen zu testen, erforderliche Hilfsmittel zu ermitteln und mögliche Anpassungen vorzunehmen – beispielsweise Tragegurte oder spezielle Sättel für Esel und Pferde.